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Willi Schulz

Willi Schulz

 
Willi Schulz wurde als Sohn eines Gaststättenwirts am 4. Oktober 1938 in Bochum geboren. Schon in den frühesten Jahren seiner Kindheit kickte er mit seinen Freunden in den Straßen von Bochum. Er war von dieser Sportart derart begeistert, dass er sich 1947 dazu entschloss, in seinen Heimatverein (Union Günnigfeld) einzutreten. Es dauerte nicht lange, bis der junge Abwehrspieler mit den Säbelbeinen auf sich aufmerksam machte. Sein gnadenloser Einsatz, wie er beispielsweise in den Gegner hineinging und sein eisenharter Wille waren auch der Grund, weshalb Sepp Herberger ihn für die deutsche Nationalmannschaft haben wollte. Herberger erkannte schnell, dass viel Talent in diesem Jungen steckte. Am 20. Dezember1959 konnte Willi Schulz zum ersten Mal in der Nationalmannschaft seine Stärke unter Beweis stellen. Deutschland spielte in Hannover vor 85.000 Zuschauern gegen Jugoslawien und es war für Schulz die Herausforderung, nun seinen Weg im Nationaltrikot zu machen. Das Spiel endete unentschieden, doch die Fachleute waren sich einig: Sie haben einen sehr starken Nachwuchsspieler gesehen.

1960 war es dann der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet Schalke 04, der bei Willi Schulz anklopfte, um ihn zu verpflichten. Schulz ließ sich nicht lange bitten und beendete seine Laufbahn bei der Union Günnigfeld. Bei den Blau-Weißen entwickelte er sich immer mehr zu einem gefürchteten Abwehrspieler und sein Kampfgeist wurde immer stärker. Durch seine enorme Leistung wurde der unerbittliche Stopper schnell zu einer wichtigen Stütze in Herbergers Nationalelf. Bei der Fußball – Weltmeisterschaft 1962 in Chile gehörte Willi Schulz schon zu den festen Stammspielern der deutschen Mannschaft. Deutschland verlor im Viertelfinalspiel ausgerechnet gegen Jugoslawien mit 0:1 Toren und musste dadurch vorzeitig die Heimreise antreten.

Fünf Jahre spielte Schulz erfolgreich für die Reviermannschaft vom F.C. Schalke 04, um 1965 sein Glück beim Hamburger SV zu suchen. Bei der Fußball – Weltmeisterschaft 1966 gehörte auch er zu den 22 Spielern, die Helmut Schön mit auf die Insel nahm. Bei allen sechs WM-Spielen, welche Deutschland bei dieser WM bestritt, zeigte Willi Schulz unerbittlich seine harte Spielweise und klärte oft dramatische Situationen vor dem deutschen Tor. Von seinen Mannschaftskameraden und den Fans bekam er schnell den Spitznamen World Cup Willi und dies bezog sich auf das Maskottchen gleichen Namens dieser Fußball – Weltmeisterschaft. Willi Schulz wurde mit der Nationalmannschaft in England Vize - Weltmeister und irgendwie blieb der Titel „ Vize „ an ihm kleben. Er wurde 1967 im DFB-Pokal und 1968 im Pokal der Pokalsieger mit dem Hamburger SV ebenfalls Vizemeister. Im Jahrhundertspiel Deutschland - Italien bei der Fußball – Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko stand Willi Schulz das letzte Mal im Nationaldress und beendete am 17. Juni 1970 nach 66 Länderspieleinsätzen seine erfolgreiche Karriere in der Nationalmannschaft. 1973 verabschiedete er sich nach 263 Spielen aus der Bundesliga und vom Hamburger SV.

Willi Schulz nahm 1962 in Chile, 1966 in England und 1970 in Mexiko an den Fußball – Weltmeisterschaften teil. Seinen größten Erfolg feierte Schulz bei der Fußball - Weltmeisterschaft 1966 in England, bei welcher er mit der deutschen Mannschaft den zweiten Platz belegte.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

 

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