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Werner Kohlmeyer

 

Werner Kohlmeyer wurde am 19. April 1924 in Kaiserslautern geboren. Der Ruhm der Weltmeisterschaft 1954 förderte zwar den Bekanntheitsgrad der „Helden von Bern“, jedoch leider nicht ihr Vermögen. Deshalb hieß es schon geraume Zeit nach der Rückkehr aus der Schweiz: „Ärmel hochkrempeln und weiter fleißig sein“. Werner Kohlmeyer hatte mit dieser biederen Lebenseinstellung in der Zeit des Wirtschaftswunders ein Problem. Der gelernte Lohnbuchhalter ließ sich nach der WM 1954 unter Gönnern herumreichen und genoss den Ruhm in vollen Zügen. Bereits 1955 bestritt er in Stuttgart gegen Italien sein letztes Länderspiel. Der dreifache Familienvater träumte von einer sorgenfreien Zukunft und vergaß darüber die Gegenwart. Er verlor zunächst seinen Arbeitsplatz, dann seine Frau und schließlich seine Gönner. Und dabei war er ein großer Athlet (u.a. Pfälzer Fünfkampfmeister). Er lief die 100 Meter unter 11 Sekunden und sprang 7,34 Meter weit. Beim Endspiel in Bern lief er zur Höchstform seines Lebens auf und spielte sein bestes Spiel im Nationaltrikot. Kurz vor Spielschluss rettete er im Wankdorfstadion mit dem Schienbein auf der Linie für Toni Turek. Auf „Kohli“, wie er mitunter genannt wurde, war einfach immer Verlass. Mit dem 1. FCK wurde er zweimal Deutscher Meister. Er verließ seine Heimatstadt Kaiserslautern und schlug sich über Jahre hinweg mehr schlecht als recht durch das Leben. Einzig der Sportjournalist Werner Höllein hielt noch zu ihm. Er verschaffte ihm zu Beginn der siebziger Jahre einen Job als Pförtner am Hintereingang der Allgemeinen Zeitung in Mainz. Er lebte zuletzt bei seiner Mutter in Mainz-Mombach und starb am 26. März 1974 an Herzversagen.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

 

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