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Mythos Wankdorf

Der Mythos Wankdorf steht für mehr als ein in der Schweiz gelegenes Fußballstadion, in dem zufällig im Berner Stadtteil Wankdorf 1954 ein Endspiel um eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfand. Am 28.10.1925 wurde das ursprüngliche Wankdorfstadion eröffnet. Nach den Plänen des Architekten Virgilio Muzzulini entstand ein Stadion, das 22000 Menschen Platz bot. Die Baukosten betrugen damals unglaubliche 230000 Schweizer Franken. Der Neubau war seinerzeit notwendig geworden, weil die immer größer werdende Berner Anhängerschar, den bisherigen Sportplatz am Spitalacker oftmals an den Rand seiner Kapazität brachte. Doch auch das Wankdorf-Stadion wurde bald zu klein und bereits in den 30-iger Jahren erhöhte man die Zuschauerkapazität auf über 40000 Plätze. Zur Weltmeisterschaft 1954 erreichte man schließlich eine Rekordbesucherzahl von sage und schreibe 66000 Zuschauern.

Um die Zuschauerkapazität des Wankdorf-Stadions für die WM 1954 zu vergrößern, wurde dieses zusätzlich noch mit Stahlrohrtribühnen ausgestattet

Der Mythos Wankdorf steht für mehr als ein in der Schweiz gelegenes Fußballstadion, in dem zufällig im Berner Stadtteil Wankdorf 1954 ein Endspiel um eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfand.
Am 28.10.1925 wurde das ursprüngliche Wankdorfstadion eröffnet. Nach den Plänen des Architekten Virgilio Muzzulini entstand ein Stadion, das 22000 Menschen Platz bot.
Die Baukosten betrugen damals unglaubliche 230000 Schweizer Franken.
Der Neubau war seinerzeit notwendig geworden, weil die immer größer werdende Berner Anhängerschar, den bisherigen Sportplatz am Spitalacker oftmals an den Rand seiner Kapazität brachte. Doch auch das Wankdorf-Stadion wurde bald zu klein und bereits in den 30-iger Jahren erhöhte man die Zuschauerkapazität auf über 40000 Plätze.
Zur Weltmeisterschaft 1954 erreichte man schließlich eine Rekordbesucherzahl von sage und schreibe 66000 Zuschauern.
Dies schaffte man, indem man mobile Zusatztribünen von einer Münchner Stahlrohrgerüstbau -Firma , die übrigens heute noch existiert, errichten ließ ,um dieses für damalige Verhältnisse gigantische Fassungsvermögen kurzfristig zu ermöglichen.
Am 7.Juni 2001 rollte gegen 22.00 Uhr der vorerst letzte Ball im "Schweizer-Wembley-Stadion", bevor es am 3.August 2001 endgültig für einen Neubau Platz machen musste.
Etwas futuristisch anmutend wirkt das neue Wankdorf-Stadion schon, da es mit Kinos, einem Einkaufszentrum und sogar einem Altenheim ausgestattet sein wird.
Mit etwa einjähriger Verspätung wird es nun erst 2005 wiedereröffnet werden können.
Speziell für deutsche Fußball-Anhänger jedoch, stellte das alte, ehrwürdige Wankdorf-Stadion eine Art Kultstätte dar.

Denn hier wurde am 4.Juli 54 Deutschland Fußball-Weltmeister. Ein Erfolg der weit mehr war, als ein Sieg einer Fußball-Mannschaft. Es war nach dem Schrecken des Krieges, den Hungerjahren der Nachkriegszeit eine Art Auferstehung einer ganzen Nation. Endlich gab es einen Grund Stolz im positiven Sinne zu empfinden, die unterwürfige Haltung aufzugeben, schlicht zu sagen: "Wir sind wieder wer !"
Dies hatte nichts, aber auch gar nichts mit einem chauvinistischen oder gar nationalistischen Rückfall zu tun, wie dies von einigen Ignoranten interpretiert wurde.
Zum ersten Mal war es den Deutschen erlaubt, wieder bei einem großen Fußballereignis teilzunehmen, in die Völkergemeinschaft integriert zu sein und schon schaffte Herberger mit seinen Männern die Sensation, als krasser Außenseiter nach dem Titel zu greifen.
Selbst Intellektuelle und Fußballhasser wurden von der aufflammenden Begeisterung und Euphorie dieser Tage angesteckt. Niemand konnte und wollte sich dieser positiven Massenhysterie entziehen.
Eine ganze Nation war im wahrsten Sinne des Wortes vor den wenigen Fernsehgeräten und Radios zusammengerückt.
In gemeinsamer Freude war damals Gesamt-Deutschland ein einig Fußball-Land. Erstaunlicherweise titelte selbst das DDR-Blatt Deutsches Sport Echo: "Die Begeisterung in Ost und West unseres Vaterlandes kannte ob dieses Sieges keine Grenzen". Selbstvertrauen und Optimismus flackerten auf. Der Sieg von Bern war eine Art Startschuss für die Aufbruchbewegung, die gemeinhin als das Wirtschaftwunder bezeichnet wird.

Sport wurde damit bereits in den Anfangsjahren des Wirtschaftswunderlandes Deutschland zur Konsumware. Dass das Endspiel von Bern live aus dem Wankdorfstadion via Fernsehen übertragen wurde, brachte dem Medium neue Kunden.
Erstmals ließ man schwitzen, anstatt selbst zu schwitzen. Der sportliche Erfolg hob das Selbstwertgefühl. Bis heute ist diese Vermischung aus sportlichem Erfolg, Starkult, Medienereignis und Konsum stets neuen Superlativen entgegengestrebt, wobei der Ursprung dieser Entwicklung sicher den "Mythos Wankdorf" mit begründete. Für manchen Zeitgenossen fand die eigentliche Gründung der Bundesrepublik Deutschand nicht 1949 , sondern an diesem regnerischen Spätnachmittag des 4.Juli 1954 im Berner Wankdorfstadion statt.
Als Deutscher, nicht nur als Fußballfreund , verbindet man mit dem Mythos Wankdorf fast automatisch folgende Begriffe und Zitate, auf die ich in den nächsten Folgen dieser Kolumne erklärend eingehen werde:
Fußball- Wunder; Helden von Bern; Geist von Spiez; Fritz Walter Wetter; Herbert Zimmermann´s : "... aus dem Hintergrund müsste Rahn schiessen, Rahn schießt . Tor, Toor, Toor, Tooor, Tooor , Tor für Deutschland !" ;Aus, Aus, Aus , das Spiel ist aus ! Der Ball ist rund; das Spiel dauert 90 Minuten ; Nach dem Spiel ist vor dem Spiel; Der nächste Gegner ist immer der Schwerste.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

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