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Helmut Schön

Helmut Schön

 

geb.15.09.1915          +23.02.1996

Bundestrainer von 1964 bis 1978 
139 LĂ€nderspiele - 87 Siege, 30 Unentschieden, 22 Niederlagen;
Europameister 1972, Weltmeister 1974.

 ... An der Sporthochschule in Köln erwarb er bei Prof. Dr. Diem die Trainerlizenz. Leiter des Sektors "Fußball" war wĂ€hrend der Ausbildung der spĂ€tere Bundestrainer Sepp Herberger. Durch ihn kam Helmut Schön ĂŒber Berlin und Wiesbaden nach SaarbrĂŒcken, wo er 1953 beim SaarlĂ€ndischen Fußballverband eine Anstellung als Bundestrainer erhielt. Bereits drei Jahre danach wurde er Assistent von Sepp Herberger. ... Helmut Schön, Sohn eines KunsthĂ€ndlers, wurde am 15.09.1915 in Dresden geboren. Er durchlief nach dem Abitur an einem Dresdner Gymnasium eine zweieinhalbjĂ€hrige Ausbildung in der SĂ€chsischen Staatsbank und arbeitete anschließend in einer pharmazeutischen Fabrik.

Beim Club "Dresdensia" bekam er den ersten Kontakt zum Fußballspiel, ehe er als Gymnasiast zum Renommierclub "Dresdner Sport-Club" wechselte. Als Ausnahmetalent spielte er bereits mit siebzehn Jahren in der ersten Liga. 1933 wurde Schön vom damaligen Reichstrainer Otto Nerz erstmals zu einem Lehrgang nach Berlin eingeladen. Am 21. November 1937 spielte er dann bereits unter Herbergers Regie zum ersten Mal in der deutschen Nationalmannschaft. Sein DebĂŒt in der Nationalelf war gleich ein Paukenschlag. Die spielstarken Schweden wurden in Hamburg mit 5:0 ĂŒberfahren. Schön erzielte dabei zwei Treffer und es war fĂŒr ihn ein glĂ€nzender Einstand. Verletzungen und Meniskusoperationen erzwangen dann eine einjĂ€hrige Pause, bevor Helmut Schön im Herbst 1938 wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurĂŒckkehrte. Insgesamt bestritt er bis 1941 sechzehn Spiele im Nationaltrikot und erzielte dabei 17 Tore. HĂ€tten nicht der Krieg und eine schwere Knieverletzung die Laufbahn des Dresdners gebremst, so wĂŒrde der lange Sachse mit Sicherheit zu den deutschen Rekord-Internationalen zĂ€hlen. "Der Lange", wie Ihn seine SchĂŒtzlinge untereinander nannten, spielte nach 1945 bei der SG Friedrichstadt, die als Nachfolger des Dresdner SC galt und trainierte die Fußballauswahl der sowjetischen Besatzungszone. Er fand Gefallen an der TrainertĂ€tigkeit und beschloss deshalb, diese Laufbahn einzuschlagen.

An der Sporthochschule in Köln erwarb er bei Prof. Dr. Diem die Trainerlizenz. Leiter des Sektors "Fußball" war wĂ€hrend der Ausbildung der spĂ€tere Bundestrainer Sepp Herberger. Durch ihn kam Helmut Schön ĂŒber Berlin und Wiesbaden nach SaarbrĂŒcken, wo er 1953 beim SaarlĂ€ndischen Fußballverband eine Anstellung als Bundestrainer erhielt. Bereits drei Jahre danach wurde er Assistent von Sepp Herberger.1964 legte dann der 67jĂ€hrige Herberger die Verantwortung der Nationalmannschaft in die HĂ€nde des 49jĂ€hrigen Helmut Schön. Es war ein schweres Erbe, das der ehemals als Nationalspieler so erfolgreiche neue Bundestrainer von seinem VorgĂ€nger ĂŒbernahm. Der Erfolg bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 in Bern ist fĂŒr immer mit dem Namen Sepp Herberger untrennbar verbunden. Sein Nachfolger wird unweigerlich an diesem Erfolg gemessen.
Mit der Vizeweltmeisterschaft 1966 gelang Schön, der zuvor nicht unumstritten war, sein erster ĂŒberzeugender Leistungsbeweis.

       Abschied vom Mann mit der MĂŒtze: Im November 1978 trat        Helmut Schön als Bundestrainer ab.

Der dritte Weltmeisterschaftsplatz 1970 in Mexico wurde in der Bundesrepublik Deutschland ebenfalls als gutes Ergebnis bewertet. Im Anschluss an die WM 1970 baute der Bundestrainer eine Mannschaft auf, die als die wohl beste aller Zeiten in die deutsche Geschichte einging. Dieses Team wurde 1972 in BrĂŒssel Europameister und - als Höhepunkt in Schöns Trainerlaufbahn - 1974 vor deutschem Publikum Weltmeister durch einen 2:1 Sieg ĂŒber die Niederlande. Bei den Europameisterschaften 1976 in Jugoslawien unterlag ein im Neuaufbau begriffenes deutsches Team erst im Finale nach VerlĂ€ngerung und Elfmeterschießen gegen die Tschecheslowakei. Nachdem die Stars Beckenbauer, MĂŒller und Grabowski zurĂŒckgetreten waren, enttĂ€uschte die Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Argentinien. Nach schwachen Spielen gegen Italien, Holland und Österreich - die legendĂ€re "Schmach von Cordoba"- schied das deutsche Team in der Runde der letzten Acht vorzeitig aus.
Unmittelbar nach dieser Weltmeisterschaft trat Helmut Schön als Bundestrainer zurĂŒck. Sein Entschluss hatte allerdings nichts mit der Niederlage zu tun, der RĂŒcktritt war schon seit lĂ€ngerer Zeit geplant. Helmut Schön, der Mann mit der MĂŒtze starb kurz nach seinem 80sten Geburtstag nach langer schwerer Krankheit in Wiesbaden. Er galt als erfolgreichster Nationaltrainer aller Zeiten.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

 

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