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Hans Tilkowski

Hans Tilkowski

1966 war das Jahr des Hans Tilkowski und wohl auch sein erfolgreichstes in seiner Karriere als Torwart. Er gewann mit Borussia Dortmund den Europapokal der Pokalsieger und er war endlich die Nummer eins bei der Fußball-Weltmeisterschaft in England ... Hans Tilkowski der Sohn eines Bergmanns wurde am 12. Juli 1935 in Husen geboren. Schon in den frühen Jahren bemerkte sein Vater, dass sein Sohn Hans ein ganz besonderes Talent hat, wie man mit einem Ball umgeht. Dies war auch der Anlass dafür, dass Hans Tilkowski schon mit 11 Jahren beim SV Dortmund – Husen 19 die Fußballstiefel schnürte. Er spielte nur drei Jahre für diesen Verein, um dann sein Glück beim Landesligisten SuS Kaiserau zu suchen. In Kaiserau sah man schnell, mit wieviel Ehrgeiz und Talent der junge Torhüter zwischen den Pfosten steht. Fritz Langner war es, der 1956 Tilkowski dazu bewegte, von Kaiserau nach Westfalia Herne zu wechseln. Westfalia Herne war in den 50er Jahren im Westen des Fußballs ein nicht so unbedeutender Verein und Tilkowski nutzte diese Gelegenheit, um dort sein Können unter Beweis zu stellen. Es dauerte nicht lange, bis auch Bundestrainer Sepp Herberger auf den reaktionsschnellen Torwart aufmerksam wurde.
Bei dem Länderspiel Holland – Deutschland am 3. April 1957 in Amsterdam stand Hans Tilkowski erstmals für Deutschland im Tor. Die Holländer verloren auf eigenem Boden mit 2:1 Toren und der deutsche Schlussmann zeigte vor 60.000 Zuschauern ein paar herrliche Paraden. Sein erstes internationales Fußballturnier hatte Tilkowski bei der Fußball – Weltmeisterschaft 1962 in Chile. Er und der jüngere Wolfgang Fahrian waren es, die von Sepp Herberger für dieses große Ereignis einberufen wurden. Tilkowskis Hoffnung auf die Nummer eins für diese Fußball – Weltmeisterschaft war sehr groß, denn er hat schon bei einigen Länderspielen für Deutschland das Tor sauber gehalten. Um so größer war bei ihm die Enttäuschung, dass bei den Insgesamt nur vier Spielen die Herbergers Nationalmannschaft bei dieser WM bestritt, immer Wolfgang Fahrian im Kasten stand. Doch hätte Hans Tilkowski zu diesem Zeitpunk gewusst, das vier Jahre später im Londoner Wembley – Stadion das berühmte dritte Tor gegen ihn geschossen wird, so wäre diese Enttäuschung nur halb so groß gewesen.
Die Fußball – Weltmeisterschaft in Chile war für Tilkowski ein reiner Misserfolg. Dies war auch der Grund dafür, dass er erst einmal einen großen Bogen um Herberger und seine Nationalmannschaft machte. Erst zwei Jahre später für das Länderspiel am 1. Januar 1964 gegen Algerien stand er wieder für Deutschland im Tor. In der Zwischenzeit hat er auch bei seinem Verein Westfalia Herne das Trikot an den Nagel gehängt und spielte seit 1963 für Borussia Dortmund. 1965 stand er dann zum ersten Mal auf der Leiter des Erfolgs, denn er wurde mit Dortmund deutscher Pokalsieger. Seine hervorragende Leistung und sein starker Ehrgeiz, welcher Tilkowski zwischen den Pfosten zeigte, waren auch der Anlass, dass er noch im selben Jahr von den deutschen Sportjournalisten zum Fußballer des Jahres gewählt wurde.

1966 war das Jahr des Hans Tilkowski und wohl auch das erfolgreichste in seiner Karriere als Torwart. Er gewann mit Borussia Dortmund den Europapokal der Pokalsieger und er war endlich die Nummer eins bei der Fußball – Weltmeisterschaft in England. Bei dieser WM war er es, der vom ersten Spiel an gegen die Schweiz bis hin zum Finale gegen den Gastgeber England das deutsche Tor bewachte. Leider verlor das Team von Helmut Schön mit 2:4 Toren nach der Verlängerung. Aber trotzdem konnte Hans Tilkowski und die deutsche Nationalmannschaft als erfolgreicher Vize – Weltmeister erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Ein Jahr nach dieser dramatischen Weltmeisterschaft trennte sich Tilkowski von seinem alten Verein Borussia Dortmund mit dem er so viel erreicht hat und stand 1967 bei Eintracht Frankfurt im Tor. Bei dem Europameisterschafts - Qualifikationsspiel Deutschland – Albanien am 8. April 1967 in Dortmund, stand Hans Tilkowski das letzte Mal für Deutschland zwischen den Pfosten. 1969 beendete der Weltklassetorwart seine Karriere in der Bundesliga und begann 1970 seinen Weg als Trainer. Zwischen 1957 und 1967 hat Hans Tilkowski 39mal für Deutschland im Tor gestanden und wurde für den Sieg im Europapokal 1966 mit dem silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

 

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