BuiltWithNOF
Der Zeitzeuge

Foto: Guenther (Gunner) Mench

Georg Mench wurde 1930 in Lodz/Polen geboren und die Geschehnisse der  Flucht im Januar 1945 brachten ihn dann nach dem 2. Weltkrieg über Österreich nach Würzburg."

1948/1949 arbeitete Mench als Kameramann-Assistent für die Deutsche Sportfilm GmbH, München. Als 19-jähriger war er seinerzeit jüngster akkreditierter Mitarbeiter der DPA.(Deutsche Presse Agentur). Er arbeitete für 2 Zeitungen, das Main-Echo (1948/1949) und das Fränkische Volksblatt (1950 bis 1955).

Bereits 1952 lernte er Sepp Herberger persönlich kennen und schätzen. Während seiner Pressejahre von 1949 bis 1955 sammelte Mench im Rahmen seiner Tätigkeit zahlreiche Erfahrungen in Europa und den USA. Dabei lernte er zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion  und Unterhaltung persönlich kennen. Dazu gehörten u.a. Bundeskanzler Konrad Adenauer, Bundespräsident Theodor Heuss, den Amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower, Kardinal Döpfner, Sepp Herberger,
Fritz Walter und Max Morlock , um nur einige zu nennen.

1955 emigrierte Mench in die USA und wurde bereits 1961 amerikanischer Staatsbürger.

Georg Mench entwickelte sich zu einem erfolgreichen Manager und Vorstand verschiedener Unternehmen und ist heute als 75-Jähriger noch immer im “Unruhestand” als erfolgreicher Medienunternehmer tätig.
Vor zwölf Jahren jedoch verlegte er seinen Lebensmittelpunkt von New Jersey nach Hawaii.
Seiner alten Heimat Würzburg blieb er zeitlebens verbunden, wenn er nunmehr auch schon seit 15 Jahre nicht mehr hier zu Besuch war.
Am 4. Juli 1954 erlebte George A. Mench sein persönliches Wunder von Bern, ein Ereignis, das er aus seiner, einer anderer Perspektive erlebte, wie das folgende Bild beweist und das er sicher niemals  vergessen wird.

Foto-Premiere:



Teils unveröffentlichtes Bildmaterial vom Finale in Bern


Die bislang nur in Auszügen in der Kicker-Ausgabe vom 28. Juni 2004 veröffentlichten Fotos vom Finale in Bern wurden uns von unserem Ehrenmitglied George A. Mench/Hawaii freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Sämtliche Bildrechte/Copyrights by George A. Mench,  Waikoloa, Hawaii, USA.

Kontaktaufname zu Mench:
Nur durch "Hall of Fame des deutschen Fussballs e.V. (V.i.G.)"


Kurzbericht aus der Feder  von George A. Mench, Hawaii
Ich ging nach Bern zur Fussball - Weltmeisterschaft um einfach "dabei zu sein" - ging total solo. Hatte nicht einmal eine Eintrittskarte oder eine Pressekarte. Herberger, den ich kannte, winkte mich rüber als ich am Presse - Eingang stand. Soweit war ich schon dank meiner Erfahrung durchgekommen.

Mein damaliger Arbeitgeber, das Fränkische Volksblatt in Würzburg, war an Bildern vom Finale interessiert. Aber jene die ich aufnahm, waren eben nicht die Norm -- einfach nicht "alltäglich" genug, denn sie zeigten nicht die Tore.

Was mich jedoch  interessierte, war das, was nebenbei geschah; "Das Menschliche" zu zeigen -- also nicht die Tore; sondern "menschliches", -einfach persönliche Bilder. Eigentlich war dies der Grund, warum neun dieser elf Fotos erst ein halbes Jahrhundert später, im Kicker veröffentlicht wurden. Mein heute 51-jähriger zweiter Sohn Charles hatte die Fotos auf dem Dachboden im Bundesstaat Vermont gelagert, und nach dessen Umzug nach Florida in 2002 fielen sie ihm auf und so gelangten sie dann zu mir nach Hawaii.

Ich kannte Sepp Herberger auch Privat, ebenso auch mehrere der Spieler,
z.B. Maxl Morlock und Fritz  Walter. Ich war auch einmal in Herberger's Haus "an der Bergstrasse" eingeladen in Hohensachsen wenn ich mich recht erinnere.
Dort genoss ich  einen oder zwei Schoppen Wein mit ihm und seiner Frau und einem jetzt mir vergessenen Zeitungskollegen. Da ich schon 1949 als Journalist tätig war (mit 19 Jahren der jüngste Mann bei dpa) hatte ich eine Vielfältigkeit von Verbindungen.

Diese Nebenszenen der Weltmeisterschaft 1954 zeigen etwas  vom "Menschlichen" der Spieler, etwas das man sonst in anderen Bildern der WM nicht sah. Noch heute fühle ich die Atmosphäre; den kalten Atem der nassen Luft, denn es regnete wie aus Eimern. Die deutschen Spieler waren allein mit ihrem Mute, nur Herberger war Herr der Sache, kühl im Kopf." Diese Bilder sind nicht die normalen Spielszenen Fotos, die man sonst sieht; "Normal" war eben nicht mein Forte. Ich wollte das sehen und zeigen ,was "zwischen den Zeilen liegt"; Vielleicht brauchte es nun dieser 50 Jahre bis sich Der Kicker entschied ,die so menschlichen Seiten der Spieler wiederzugeben.

"Hier erscheint in Kürze zum Teil unveröffentliches Fotomaterial von der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, gestiftet von George Mench an die Hall of Fame des deutschen Fussballs, e.V."

[Home] [Das Projekt] [Der Verein] [Mitglieder] [Suchliste] [Weltmeisterschaften] [Europameisterschaften] [Länderspiele] [Nationalspieler] [Helden von Bern] [Der Zeitzeuge] [Wembley 1966] [Hall of Fame] [Bundestrainer] [Erich Deuser] [Memorabilia] [Ausstellungen] [Links] [Kontakt] [Gästebuch] [Impressum]